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05.02.08

Enormes Interesse an Klöstern in Mecklenburg-Vorpommern: 2007 über eine Million Besucher gezählt

"Das Interesse der Menschen an den Klöstern und ihren verschiedenen Einrichtungen ist überwältigend. Ca. 1,1 Mio. Menschen besuchen jährlich diese kirchlichen Gebäude".


Ende letzten Jahres waren die 25 Klöster in Mecklenburg-Vorpommern befragt worden. Jetzt liegt eine erste Auswertung vor.


Die meisten Besucher (581.406) verzeichnet demnach das Deutsche Meeresmuseum in der Hansestadt Stralsund, das in den Räumen eines ehemaligen Klosters untergebracht ist. Es folgt das Bad Doberaner Münster mit 170.000 Besuchern. Vier Klöster verfügen über einen Klostergarten. In Franzburg wurde gerade ein solcher angelegt. Als Pilgerwege werden der "Mönch Ernestos Wanderweg", der Baltisch-Westfälische Jakobsweg und jährliche Pilgerwege vom Kloster Tempzin ausgehend genannt. In den meisten der Klöster findet kirchliches Leben statt. Die beiden Klöster in Stralsund sowie die Klöster in Malchow und in Ribnitz-Damgarten allerdings werden als Museen genutzt. So beherbergt das Katharinenkloster in der Hansestadt Stralsund das Deutsche Meeresmuseum und das Kulturhistorische Museum. Das Kloster zum Heiligen Kreuz in der Hansestadt Rostock beherbergt das Kulturhistorische Museum. In Malchow befindet sich das Orgelmuseum und in Ribnitz-Damgarten das Deutsche Bernsteinmuseum.
Zahlreiche Klöster verfügen über eine eigene Ausstellung zu ihrem Haus. So wurde erst im August 2007 mit der Einweihung des Ostflügels des Klosters Zarrentin eine Ausstellung zum dortigen Kloster eröffnet. Auch in Dargun, Bad Doberan, im Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock finden sich Ausstellungen oder Ausstellungsteile. Alle angeschriebenen Klöster veranstalten Führungen. Zu vielen der Klöster liegen neuere wissenschaftliche Veröffentlichungen vor.
Alle Ergebnisse der Befragung werden in einer Broschüre zusammengefasst, die vom Kultusministerium erarbeitet und im Frühjahr veröffentlicht wird.
"Die Klöster in Mecklenburg-Vorpommern sind ein großer kulturhistorischer Schatz, der in Zukunft noch stärker genutzt werden soll. Er fügt sich gut in die "Wege zur Backsteingotik" ein und sollte noch stärker in touristische Angebote eingebunden werden", so Tesch weiter.
Unterdesssen haben sich dieVertreter der Klöster für eine stärkere Zusammenarbeit in einem losen Verbund als Arbeitsgemeinschaft ausgesprochen. Alle Klöster wollen an einer Klosterroute mitarbeiten und dabei den Tourismusverband einbeziehen.
Zur Vermarktung sind Publikationen, gemeinsame Flyer und ein Internetauftritt geplant. Partner des Netzwerkes sind die beiden evangelischen Kirchen in Mecklenburg-Vorpommern, das Land Mecklenburg-Vorpommern, der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Norddeutsche Rundfunk und die Europäische Route der Backsteingotik .