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05.02.08

Tour der Steine: 15 Wege zur Backsteingotik in Mecklenburg Vorpommern

Sie sind rot, groß, gotisch und ab jetzt noch leichter zu finden: die Bauwerke der Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern. Ordnung in fast 350 backsteinerne Sehenswürdigkeiten in etwa 100 Orten des Landes bringt die neue, zweisprachige Broschüre des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern „Entdeckungen im Backsteinland – Die schönsten Bauwerke auf 15 Routen“. Sortiert nach Regionen und Etappen, ist der Katalog ein praktischer Leitfaden für Kulturtouristen, die eine mehrwöchige Tour der Steine oder auch nur einen Abstecher zu einem Kleinod planen.
„Noch nie war es so einfach, die Kathedralen, Kirchen, Stadttore, Klöster, Bürgerhäuser oder auch die Ruinen zu entdecken, die einen herausragenden Teil des kulturellen Erbes Norddeutschlands und speziell des stein-reichen Mecklenburg-Vorpommern ausmachen“, sagte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Tourismusverbandes, anlässlich der Präsentation der neuen Broschüre im Schweriner Dom.
„Entdeckungen im Backsteinland“ vereint Angebote für Fußgänger, Auto-, Boots- und Radfahrer.
Neben Backstein-Touren in und um Hansestädte wie Wismar und Stralsund, die zum UNESCO-Welterbe zählen, umfasst die Broschüre zum Beispiel auch eine Route zu Klöstern sowie eine zu Fürstenresidenzen. Einbezogen ist wegen der architektonischen Nähe zu ihren hanseatischen Töchtern wie Rostock oder Greifswald auch die einst bedeutendste Hansestadt Lübeck. Darüber hinaus wird der Baltisch-Westfälische Jakobsweg wieder belebt, auf dem im Mittelalter Pilger nach Santiago de Compostela in Spanien zogen. Angereichert ist die auf Deutsch und Englisch und in insgesamt 35.000 Exemplaren aufgelegte Broschüre
überdies mit Karten, Fotos, Beschreibungen, Literaturempfehlungen, Entfernungsangaben sowie mit Informationen zu Unterkünften.

Der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern knüpft mit „Entdeckungen im Backsteinland“ an eine touristische Arbeit an, die 1994 mit dem Projekt „Zauber der Backsteinbauten“ ihren Anfang nahm. Im Jahr 1998 schloss sich die Aktion „Straße der Backsteingotik“ an. Unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff wurde durch Konzerte der Aufbau
und der Erhalt der Kirchen St. Nikolai in Rostock, St. Georgen in Wismar und St. Jakobi in Stralsund unterstützt.

Im Jahr 2002 besuchten mehr als 100.000 Menschen die Ausstellungen „Gebrannte Größe – Wege zur Backsteingotik“ in den Hansestädten Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald.

In den vergangenen Jahren haben sich die Gemeinschaftinitiative „Wege zur Backsteingotik“ und die Städte in Mecklenburg-Vorpommern besonders dafür eingesetzt, die Backsteingotik grenzübergreifend zugänglich zu machen. „Mit Erfolg“, so Sylvia Bretschneider, „Backsteingotik gilt heute als kultureller Schatz des baltischen Raumes.
“ Die 'Europäische Route der Backsteingotik' führt entlang der Ostseeküste zu den beeindruckendsten Bauwerken des Mittelalters. Daran beteiligen sich neben deutschen Städten auch Kommunen in Schweden, Dänemark, Polen, Litauen, Lettland und Estland. Hinter der Gemeinschaftsinitiative „Wege zur Backsteingotik“ stehen die evangelischen Landeskirchen Mecklenburgs und Vorpommerns, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, der Norddeutsche Rundfunk und der Tourismusverband
Mecklenburg-Vorpommern.

Die Broschüre „Entdeckungen im Backsteinland – die schönsten Bauwerke auf 15 Routen“ kann kostenlos beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern bestellt werden.
Kontakt: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern, Platz der Freundschaft 1, 18059
Rostock, Telefon 0180 / 5000 223 (14 Cent/Min.), Fax 0381 / 4030 555,
E-Mail: info@auf-nachmv.de
Internet: www.auf-nach-mv.de