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Berühmte Persönlichkeiten auf Hiddensee
Hiddensee
So idyllisch wie die kleine Insel Hiddensee gelegen ist, ist es kein Wunder das sie viele große Persönlichkeiten der vergangenen und heutigen Zeit magisch in ihren Bann zog und noch immer zieht. Kein anderer Ort in Deutschland strahlt so viel Ruhe und Gelassenheit aus. Hiddensee schafft eine perfekte Vorraussetzung um den Geist zu erfrischen und neue Ideen zu sammeln.
Einige der bekanntesten Persönlichkeiten, die die Insel Hiddensee zu ihrem Erholungsdomizil gewählt haben möchten wir hier aufführen.

Asta Sofie Amalie Nielsen

Asta Nielsen
Asta Nielsen wurde am 11. September 1881 in Kopenhagen geboren. Ihren ersten Stummfilm drehte sie 1910. Er trug den Titel "Afgrunden" und war so ein Erfolg, dass sie einen Vertrag über mehrere Filme in Deutschland unterzeichnete.

Erst nach dem ersten Weltkrieg kehrte Asta Nielsen wieder zurück nach Deutschland. Hier trat sie von nun an in Dramen und Literaturverfilmungen auf. Sie produzierte hier drei Filme selbst. Mit dem Tonfilm endete ihre Filmkarriere, denn trotz ihrer angenehmen Stimme konnte sie nun ihr hervorragendes Mienenspiel in diesem neuen Medium nicht recht unterbringen. Fortan widmete sie sich dem Theater und veröffentlichte 1946 ihre Autobiographie "Die schweigende Muse".
Mit dem Filmband in Gold für ihr langjähriges Wirken im deutschen Film erhielt sie 1963.

Sie war der große Star des Stummfilms und, wenn man es so betrachten möchte, auch der erste weibliche Filmstar der Geschichte des Films.
Mit der Insel Hiddensee fand sie ihren persönlichen Ruhepol. Ihr gehörte das Haus "Karusel", dessen Name sich aus der runden Form des Gebäudes ableitet. Zu finden ist das "Karusel" in Vitte am Seglerhafen.

Gret Palucca

Gret Palucca
Gret Palucca wurde 1902 als Margarete Paluka in München geboren. Kurze Zeit nach ihrer Geburt zog die gesamte Familie nach San Francisco. Nach Deutschland kehre Gret Palucca erst 1902 zusammen mit ihrer Mutter zurück, beide ziehen nach Dresden. Von 1914 bis 1916 erhält sie hier Ballettunterricht von Heinrich Kröller. Doch schon am Anfang ihrer Ballettkarriere stand sie dem klassischen Tanz skeptisch gegenüber. Ihr Schlüsselerlebnis hatte die, als sie eine Aufführung von Mary Wigman sah. Sie wurde eine ihrer ersten Schülerinnen. Nach 1924 wurde sie zu einer der bekanntesten Tänzerinnen des Ausdrucktanzes und begann eine Bespiellose Solokarriere. Humorvoll und fröhlich - so wurde ihr Stil beschrieben.
Die Palucca-Schule gründete sie 1925. Hier stand nicht nur die körperliche Arbeit, sondern auch die künstlerische und geistige Ausbildung im Vordergrund. Zwei ihrer bekanntesten Schülerinnen sind Lotte Goslar und Ruth Berghaus.
Unter dem Regime der Nazis erhielt sie ein offizielles Tanzverbot und ihre Schule wurde unter eine andere Leitung gestellt. Trotz der Androhung von Haft tanzte Gret Palucca weiterhin auf privaten Veranstaltungen.
Gret Palucca, die ebenfalls stark an der Gründung der Deutschen Akademie der Künste beteiligt war, wurde in den Jahren von 1965 bis 1970 deren Vizepräsidentin.
Ihren letzten Soloauftritt gab sie zu Ehren des 75. Geburtstags von Willhelm Pieck im Jahr 1951. Als Pädagogin blieb sie noch bis ins hohe Alter tätig.
Gret Palucca starb 1993 in Dresden. Sie wurde in Kloster auf der Insel Hiddensee beigesetzt.
Denn hier verbrachten sie seit 1948 viele Sommer auf der Insel. Mit der Tanzwoche ehren seit 1996 die Dresdner Studenten diese außergewöhnlich Frau. Am Leuchtturm, auf dem Deich und am Strand improvisieren sie die Eleven.

Gerhart Hauptmann

Gerhart Hauptmann Haus
Am 15. November 1862 wurde Gerhart Hauptmann als Sohn des Hotelbesitzers Robert Hauptmann geboren. Er besuchte die Realschule, die er bereits nach der 7. Klasse wieder verließ um in den Jahren 1878 und 1879 eine landwirtschaftliche Ausbildung auf dem Rittergut des Onkels in Schlesien zu absolvieren. Diese musste Gerhart Hauptmann jedoch wegen mangelndem Gesundheitszustand abbrechen. Im Jahr 1880 schreibt er sich in die Bildhauerklasse der Breslauer Königlichen Kunst- und Gewerbeschule ein. Auf er Hochzeit eines Freundes lernt er die Großkaufmannsstochter Marie Thienemann kennen, mit der er sich 1881 verlobt. Sie sichert ihm seinen Lebensunterhalt. Im Jahr 1883 lässt er sich in Rom nieder und versucht dort als Bildhauer Fuß zu fassen. Dies will ihm jedoch, wegen seiner geringen Fähigkeiten in der Bildhauerei, nicht gelingen. Mit der Rückkehr nach Deutschland versucht sich Gerhart Hauptmann im zeichnen und tritt in die Zeichenklasse der Königlichen Akademie in Dresden ein. Wegen seiner Ungeduld wollte ihm jedoch auch dies nicht richtig gelingen und er gab das Zeichen auf. Im Jahr 1885 heiratet er Marie Thienemann. Sie schenkt ihm 3 Söhne. Zusammen zogen sie nach Stadtteil Erkner. Durch die Nähe zum pulsierenden Berlin pflegte er den Kontakt mit dem naturalistischen Berliner Dicherterverein "Durch".
Das Drama "Vor Sonnenaufgang" macht Gerhart Hauptmann 1889 zu einem der führenden Dramatikern der Moderne. Die skandalöse Uraufführung des sozialkritischen Dramas fand durch die "Dreie Bühne" statt. Sein bedeutenstes Werk "Die Weber" fertigte er nach einer Reise ins schlesische Webergebiet an. Hier interviewte er Ansässige um die Hintergründe möglichst wahrheitsgemäß umschreiben zu können. Nach der Uraufführung wurde das Stück durch den Berliner Polizeipräsidenten verboten.1896 wurde Gerhart Hauptmann der Grillparzer-Preis in Wien verliehen. Ihn sollte er noch zwei mal verliehen bekommen. Der Königliche Schillerpreis wurde ihm von Wilhelm II. verweigert. 1904 lässt sich Hauptmann von seiner Ehefrau scheiden und heiratet seine Geliebte Margarete Marschalk, mit der er seinen vierten Sohn zeugte. Eine sechsbändige Gesamtausgabe seiner Werke erschien 1906 im Fischer-Verlag. Den Nobelpreis für Literatur erhielt Gerhart Hauptmann im Jahr 1912. Vom 11. bis 20. August 1918 fanden die ersten Gerhart-Hauptmann-Festspiele in Breslau statt. Hauptmann wurde in den folgenden Jahren Ehrenmitglied in der Akademie der bildenden Künste in Wien und bekam den Orden des Pour le Mértie, der Friedensklasse, verliehen. Im Jahr 1937 erscheint die Autobiografie von Gerhart Hauptmann unter dem Titel "Das Abenteuer meiner Jugend". Eines der letzten Werke Hauptmanns ist die Atrien-Tetralogie, das als Porträt der nationalsozialistischen Zeit gilt.
Am 6. Juni 1946 stirbt Gerhart Hauptmann in Agnetendorf und wurde später zusammen mit seiner zweiten Frau in Kloster auf Hiddensee begraben.